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18.02.12 Rathausecho in Die Glocke

 

Zu Bürgerhof-Plan keine Alternativen

Die Planungen für einen neuen K + K Markt an der B64 nehmen Gestalt an. Nun fühlt sich die Vorsitzende des Heimatvereins übergangen und ist „stinksauer“. Da muss man allerdings die Frage stellen, welche Alternativen seitens des Heimatvereins gesehen werden? Seit 2008 wird über den möglichen Abriss des dortigen Gebäudes berichtet, da der Eigentümer offensichtlich keine wirtschaftliche Nutzung der Immobilie erreichen konnte. Auch wir Ratsmitglieder wären froh, wenn die vorhandenen Räumlichkeiten dauerhaft mit Leben und vielen Events zu einem attraktivem Umfeld beitragen würden. Aber was bleibt uns nach so vielen Diskussionen noch an Alternativen. Ich bin froh, dass man seitens K + K verbindlich 1.840 m² Verkaufsfläche am Affhüppen Esch und 700 m² am Hellegraben im Zusammenhang mit dem geplanten Neubau aufgibt. Damit erreichen wir eine Verringerung der Verkaufsfläche im Lebensmittelbereich. Dann beschäftigt uns noch die Beseitigung einiger Bäume, die der Realisierung des Projekts im Wege stehen. Der für die Fällgenehmigung zuständige Umwelt- Planungs- und Verkehrsausschuss muss über die Beseitigung von 12 Bäumen entscheiden. Als Ersatz sollen 12 großkronige Bäume gleicher Art als Baumgruppe im Stadtgebiet gepflanzt werden. Wenn die Ersatzpflanzung durch Einzelbäume erfolgt, soll die Anzahl auf 24 Bäume erhöht werden. Es ist sicherlich immer eine hinreichende Abwägung bei der Fällung von großen Bäumen erforderlich. Diese stehen aber nur auf einem nicht zugänglichen befestigten Parkplatz und der benachbarte sehr viel größere Schützenpark hilft, dass das Stadtbild und das Kleinklima bewahrt werden. Auch ein Blick über den Tellerrand hinaus führt zu keinem anderen Ergebnis. Die letzte Bundeswaldinventur für den Zeitraum 1987 – 2002 zeigt einen Zuwachs an Holz, der dem Abgang um 39% übersteigt. Der Holzvorrat ist um 17% angestiegen(Platz drei in der EU). Deshalb sollten wir Baumfällungen immer auf ihre Notwendigkeit prüfen, aber auch erforderliche Maßnahmen nicht behindern. Die Zulässigkeit des geplanten Marktes wurde hinreichend geprüft und begründet. In der Ausschusssitzung am 20.10.2011 wurde sowohl für den Bebauungsplan als auch für die Änderung des Flächennutzungsplanes die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit beschlossen. Die Vorsitzende des Heimatvereins war bei dem Beschluss zugegen und hat sich nicht zu Wort gemeldet, obwohl hierzu jederzeit die Möglichkeit bestanden hätte. Jetzt so zu tun als würden Rat und Verwaltung den Heimatverein bewusst außen vor lassen, weil er unbequem sei, halte ich für eine Behauptung, die einem sachlichen Umgang mit den anstehen Fragen nicht gerecht wird. Im laufenden Verfahren besteht noch ausreichend Gelegenheit, Anregungen und Bedenken vorzutragen. Außerdem stehen wir Ratsmitglieder allen Vereinen und Institutionen für Gespräche gern zur Verfügung. Es kann jedoch nicht bezweifelt werden, wer die Interessen der Bürger zu vertreten hat. Dafür sind der Bürgermeister und die Ratsmitglieder gewählt und werden ihre Verantwortung unter Abwägung aller Argumente nach bestem Wissen wahrnehmen.

Alwin Wiggering

 

 
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