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28.04.09 Westfälische Nachrichten |
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Mit Hochdruck in die Saison
Im Warendorfer Freibad wird unter Hochdruck gearbeitet, um das
Freizeitbad nach der umfangreichen Renovierung (Baukosten: 2,6
Millionen Euro) noch im Mai betriebsbereit präsentieren zu können.
Jürgen Brüggemann, Geschäftsführer der Stadtwerke, ist optimistisch:
„Wir sind zwar 14 Tage hinter dem Zeitplan, werden aber auf jeden
Fall im Mai eröffnen.“ Am 1. Juni dieses Jahres wird das unter
Denkmalsschutz stehende Freibad 50 Jahre alt. Gestern machte sich
die CDU-Fraktion vor Ort ein Bild von den Bauarbeiten. Bei der
Begehung des Geländes äußerten sich die Verantwortlichen zwar
optimistisch was den Eröffnungstermin Ende Mai angeht, räumten aber
auch ein: „Es brennt an allen Ecken und Kanten.“
Zwar mussten sich die Christdemokraten noch immer ihren Weg zwischen
Bergen aus Erde und Schutt bahnen. Doch dafür wird das neue
Edelstahlbecken bereits seit drei Tagen mit Wasser geflutet. Auch
die Außenduschen glänzen in Edelstahl. „Was ist denn jetzt noch
Denkmal?“ wollte CDU-Fraktionschef Bernd Halbuer wissen. Die
Antwort: „Die Form des Beckens und das Schwimmmeister-Häuschen.“

Zwar mussten sich die
Christdemokraten noch immer ihren Weg zwischen Bergen aus Erde und
Schutt bahnen (kleines Foto). Doch dafür wird das neue
Edelstahlbecken bereits seit drei Tagen mit Wasser geflutet.Fotos:
(Edler)
Harsche Kritik hagelte es gestern erneut an dem geplanten
Gastronomiebetrieb (Sonnendeck) am Freibad. Die Kritiker, allen
voran Mechtild Wolff, appellierten noch einmal eindringlich an die
Verwaltung, den Standort für das „Sonnendeck“ im
Landschaftsschutzgebiet am Emssee zu überdenken. Heimatvereins-Chef
Norbert Funken stieß ins gleiche Horn: „Wir wünschen uns, dass viele
Gäste baden gehen - ebenso das Gastronomie-Projekt.“ Karl-Heinz
Elling von der Lokalen Agendagruppe 21 gab zu bedenken, dass die
Folgen für das Landschaftsschutzgebiet groß seien. Links von der
geplanten Sonnendeck-Terrasse brüte ein seltener Haubentaucher. Sein
Wunsch: die Ems in ihrer Aufteilung zu belassen. Denn: „Das ist ein
Ort der Ruhe für Menschen und Natur.“
Baudirektor Oliver Knaup beruhigte die Gemüter: Alle Belange würden
im Planungsverfahren geprüft. Und während CDU-Fraktionschef Bernd
Halbuer einräumte, vielleicht doch noch zu anderen Überlegungen zu
kommen, verteidigte sein Parteifreund Hermann Wohlers die
Marschrichtung der CDU. Die hatte sich nämlich im Vorfeld
mehrheitlich für das „Sonnendeck-Projekt“ ausgesprochen.
Was jedenfalls die Gastrononie in diesem Sommer im Freibad angeht,
wird es ein Provisorium geben: ein Imbisswagen steht auf der
Liegewiese.
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