Kreuzung L 547 / K 20

Ampelanlage soll Unfallschwerpunkt nachhaltig beseitigen.
Bereits seit vielen Jahren setzt sich die CDU-Ortsunion Hoetmar dafür ein, die Verkehrssicherheit an der Kreuzung der Landesstraße 547 und Kreisstraße 20 zu erhöhen. Allein seit Januar 2017 haben sich im Kreuzungsbereich 15 Unfälle ereignet, bei denen 15 Personen leicht und eine Person schwer verletzt wurden. Da auch die Installation einer fest installierten Radaranlage und die Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit auf 50 Stundenkilometer die Kreuzung nicht nachhaltig sicherer gemacht haben, hat sich die CDU-Ortsunion Anfang des Jahres in einem offenen Brief an Landrat Dr. Olaf Gericke gewandt und eine Entschärfung des Unfallschwerpunktes gefordert.

Jetzt hat NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst dem heimischen Bundestagsabgeordneten Reinhold Sendker schriftlich mitgeteilt, dass an diesem neuralgischen Knotenpunkt noch in diesem Jahr eine Ampelanlage errichtet werden soll. „Ich unterstützte das Anliegen der Ortsunion ausdrücklich und habe daher Kontakt zu Hendrik Wüst aufgenommen“, sagt der heimische Bundestagsabgeordnete Reinhold Sendker (CDU): „Der Minister hat mir mitgeteilt, dass die Vorbereitungen für den Bau bereits angelaufen sind und die Ampelanlage sehr bald realisiert wird.“

Zuvor hatte sich bereits die Unfallkommission des Kreises Warendorf gegenüber dem Landesbetrieb Straßen NRW für die Errichtung der rund 100.000 Euro teuren Ampelanlage ausgesprochen. „Das sich unser Verkehrsminister der Situation persönlich angenommen und im wahrsten Sinne des Wortes die Ampeln auf grün gestellt hat, ist auf dem Einsatz von Reinhold Sendker zurückzuführen“, sagt Stephan Ohlmeier als Mitglied im Rat der Stadt Warendorf: „Wir sind zuversichtlich, dass der Unfallschwerpunkt schnellstmöglich und auch nachhaltig beseitigt wird.“

Auch Ratsherr Paul Schwienhorst begrüßt den Bau einer Ampelanlage ausdrücklich. Bereits Mitte Februar hatte er mit Landrat Dr. Olaf Gericke über Lösungsmöglichkeiten zur Erhöhung der Verkehrssicherheit im Kreuzungsbereich diskutiert: „Uns ist bewusst, dass sich viele Hoetmarer den Bau eines Kreisverkehrs gewünscht haben. Wir sagen aber: Alles, was nun kommt, ist besser, als das, was wir haben.“

Wie Verkehrsminister Hendrik Wüst habe auch der Landrat darauf hingewiesen, dass der Bau eines Kreisverkehres einen erheblichen baulichen Eingriff bedeuten und Kosten in Höhe von mindestens 600.000 Euro zuzüglich des erforderlichen Grunderwerbs verursachen werde. Der Bau einer Ampelanlage sei aber nicht nur deutlich günstiger, sondern auch innerhalb eines Jahres zu realisieren. Hingegen müsse man bei Kreisverkehren mit fünf bis zehn Jahren von der Planung bis zum Bau rechnen. „Das entscheidende Argument für eine Ampelanlage ist aber, dass sie laut aktuellen Studien für Fußgänger und Radfahrer sicherer ist.“ So bestehe bei Kreisverkehren die Gefahr, dass Verkehrsteilnehmer von ausfahrenden Autos versehentlich übersehen und angefahren werden.

„Es ist höchste Zeit, weitere Verkehrsunfälle und menschliches Leid im Kreuzungsbereich der L 547 und K 20 zu vermeiden“, sind sich Reinhold Sendker, Stephan Ohlmeier und Paul Schwienhorst einig: „Wir werden daher genau darauf achten, dass das Land sein Versprechen einhält und die Ampelanlage sobald wie möglich realisiert.“

Text: Stephan Ohlmeier

Foto: Anfang des Jahres hatten Paul Schwienhorst (l.), Peter Molitor (m) und Stephan Ohlmeier von der CDU-Ortsunion Hoetmar erneut Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit an der Kreuzung der L 547 / K 20 gefordert. Jetzt wird dort eine Ampelanlage errichtet.