Rathausecho

Ein neues Jahr hat begonnen. Die Aufgaben und Herausforderungen bleiben. Warendorf wird sich der Zukunft stellen müssen. Die CDU-Fraktion hat der Bewerbung der Landesgartenschau zugestimmt, weil wir überzeugt sind, dass diese eine Belebung auslöst und ein Investitions-Booster in der gesamten Stadt sein kann. Da fast die Hälfte der Warendorfer Bürger nicht in der Kernstadt wohnen, ist auch klar, dass die Belebung nicht nur in der Kernstadt stattfinden darf.

Die Verwaltung und der Stadtrat sind in der Verantwortung, die richtigen Rahmenbedingungen für eine zukunftsweisende Entwicklung zu stellen. Ziel der CDU ist es weiter, Bedingungen zu schaffen, damit die Menschen in Warendorf gerne wohnen und leben und auch Arbeit finden. Uns als CDU ist dabei auch bewusst, dass sich unser zukünftiger Wohlstand auch aus neuen Arbeitsplätzen und neuem Wachstum generiert. Die Wohngebiete in allen Ortsteilen müssen daher mit Nachdruck vorangebracht werden. Dringend notwendig sind allerdings auch Gewerbeflächen, damit unsere heimischen Unternehmen sich erweitern können und sich neue Gewerbetreibende ansiedeln. Warendorf muss auch in Zukunft ein guter Ort zum wohnen sein, aber hier muss auch Leben und Arbeiten stattfinden. Denn alle Bürger gewinnen, wenn hier Arbeitsplätze angeboten werden und Wertschöpfung stattfindet. Jedem Menschen sollte klar sein: Der Wohlstand, der gerne von der Politik in neuen Bauprojekten oder sozialen Wohltaten verwendet wird, muss auch erwirtschaftet werden. Von einer starken Wirtschaft profitieren nicht nur die Unternehmen. Auch die Arbeitnehmer, die vor Ort einen Job haben, die Vereine und die Stadtkasse freuen sich über die brummende Wirtschaft. Die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt zeigt sich eben daran, dass neben Wohnen und Tourismus auch Gewerbe voran gebracht wird.

Es ist daher gut, dass man nun auf Vorschlag von WiWa e. V. neue Wege beschreiten will und mit externer Hilfe ein Handlungsprogramm Gewerbeflächen entwickelt werden soll. Leider kommt man anscheinend ohne ein solches Programm nicht ausreichend voran. Die richtigen Rahmenbedingungen sind gesetzt, wenn Wohn- und Wirtschaftsentwicklung Hand in Hand gehen. Das soll in Zukunft noch mehr der Fall sein als heute.

In der Euphorie um die Bewerbung zur Landesgartenschau und die Entwicklung der Emsinsel darf nicht aus dem Blick geraten, was langfristig für die Stadt wichtig ist. Nachvollziehbar ist doch, dass nicht alle Wünsche bedient werden können, daher muss sich der Stadtrat und die Verwaltung regelmäßig fragen: Was ist wichtig, damit auch zukünftige Generationen handlungsfähig sind und ihre Vorstellungen umsetzen können? Für die CDU ist klar: Dafür müssen Rahmenbedingungen gesetzt werden und heute schon Grundlagen geschaffen werden. Wir brauchen Wohnland, Entwicklungsmöglichkeiten für die Gewerbetreibenden und viele bereichernde Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung. Damit Kommunalpolitik nicht nur im Jahr 2022 Spaß machen kann, sondern auch in ferner Zukunft nicht nur Schulden verwaltet werden müssen.