Besuch der CDU-Ratsfraktion beim Landgestüt in Warendorf

Das 1826 gegründete Nordrhein-Westfälische Landgestüt blickt nicht nur auf eine über 190 Jahre alte Geschichte zurück, sondern bildet für die Kreisstadt Warendorf einen wichtigen Wirtschaftsfaktor. Die Veranstaltungen wie zum Beispiel die Hengstparaden und die Symphonie der Hengste sind weit über die Landesgrenzen bekannt und weiterhin gefragt, wenn auch die Anzahl der Hengstparaden über die Jahre halbiert wurde. Eventuelle Auswirkungen der aktuellen Wirtschaftskrise auf das Landgestüt waren Grund genug für den Vorstand der CDU-Ratsfraktion für einen Besuch und Gedankenaustausch mit dem Verwaltungsleiter und stellvertretenden Gestütsleiter Frank Böhnke. Die Aufgaben des Landgestüts sind seit Gründung unverändert geblieben. Das oberste Ziel ist nach wie vor der Zuchtfortschritt, d.h. den Pferdezüchtern gegen angemessenes Deckgeld qualitätsvolle Hengste zur Verfügung zu stellen. Die Zucht zielt somit nicht ausschließlich auf das Reitpferd für den Spitzensport, sondern auf ein langfristig gesundes Pferd mit vielseitigen Nutzungsmöglichkeiten ab. Eine hoheitliche Aufgabe der Landwirtschaftskammer erfüllt nach wie vor die dem Landgestüt angegliederte Deutsche Reitschule, das Zentrum der bundesweiten Berufsreiterei. Orientiert an Branchensituation und neuen Anforderungen finden hier im gesamten Jahr Kurse zur Ausbildung und Fortbildung von Berufsreitern, Pferdewirten, Fahrern, Turnierfachleuten und Richtern statt. Leider waren auch pandemiebedingt Einnahmeeinbußen nicht zu verhindern. Einsparungspotential ergeben sich aus Gründen des Tierwohls bei Futtermitteln nicht. Einig waren sich der stellvertretende Gestütsleiter und die Kommunalpolitiker, dass grundsätzliche energetische Optimierungen zu nachhaltigen Einsparungen führen können. Erfreulich ist in diesem Zusammenhang, dass die Landesregierung im aktuellen Haushaltsentwurf Mittel für Brandschutzmaßnahmen an den denkmalgeschützten Gebäuden einstellen wird. Spürbar für die Besucher war, dass die Belegschaft mit viel Herzblut für das für die Warendorfer Öffentlichkeit immer zugängliche Landgestüt arbeitet. Im Hinblick auf das 200-jährige Jubiläum werden vielfältige Ideen entwickelt, unter anderem die Einrichtung eines Cafés mit Außenbetrieb in der ehemaligen Kantine. Mit Blick auf das ohnehin mit den historischen Gebäuden sehr ansprechende Areal und der Nähe zur Altstadt waren auch die Mitglieder der CDU-Fraktion begeistert. „Wir freuen uns auf die zukünftige Entwicklung des Landgestütes und unterstützen den weiteren Weg gerne“ fasst Frederik Büscher die gewonnenen Eindrücke zusammen.